Awards wiedermal…

Hey, wir haben gerade für „Love Is“ einen Award für Best Female Vocals eingeheimst… und das, obwohl eine ganze Menge an Leutchen primär an den Vocals rumzumäkeln hatte. Ich sag’s ja, das Teil polarisiert ;-)

Wie dem auch sei: Ich find‘ sie auch schön. An dieser Stelle nochmal von mir herzlichen Glückwunsch an Laura.

Was die Kritiker so sagen…

Es ist in der Tat sehr interessant, was „Love Is“ gerade auf garageband.com widerfährt…

Ein paar Leutchen finden beispielsweise den Gesang vollkommen unpassend/schief/daneben/whatever, ein paar andere Leutchen hingegen haben das Stück begeistert für den „Best Female Vocals“-Award vorgeschlagen.
Ähnlich krass läuft es gerade mit dem Solo in der Mitte. Das ist für die einen unmelodisch und irritierend, für die anderen erfrischend und gefühlvoll. Erstaunlicherweise hält dabei die umelodisch/irritierend-Fraktion das Teil für eine Gitarre (es ist eine indische VL-70-Tröte, die durch einen Amp gespielt wurde).
Und dann gibt es noch ein/zwei Leute die ganz ehrlich sagen, sie hätten so etwas noch nie gehört und wüssten nicht, was sie davon halten sollen.

Ich beobachte das Ganze mit wachsender Begeisterung, denn es zeigt mir, dass meine Musik offensichtlich eine kontroverse Angelegenheit ist. Und die Tatsache, dass es Leute mögen, freut mich natürlich ausserordentlich.

Schön wäre es jetzt nur, (auf garageband.com) einen Oberbegriff zu finden, welcher diese Musik besser definiert, bzw. unter dem sich mehr Leute finden, die damit was anfangen können. Ich habe das Gefühl, viele verstehen unter „Alternative Pop“ etwas anderes als ich… ;-)

Diamantwasser rulez!

Nachdem meine Logs zeigen, dass sich immer mal wieder Leute durch eine Google-Suche nach „Diamantwasser“ hierher verirren, dachte ich mir, es wäre vielleicht mal angebracht, das Zeuch hier mal wieder zu erwähnen und bei der Gelegenheit ein bisschen zu elaborieren.

Ich muss in der Tat leider berichten, dass der einzig wahre Lieferant von Diamantwasser (zum besseren Verständnis siehe hier oder auch hier) ICH bin.

Es ist nämlich so dass der gute Joël Ducatillon zwar durchaus die richtige Idee hatte, dann aber missgeleitet wurde. Denn die ihm helfenden Wesen, die sich als Sri Aurobindo und Mére zu erkennen gaben, waren eigentlich gelangweilte Dämonen aus der viereinhalbsten Dimension, die in Wirklichkeit auf die Namen Senfnies und Erbsenpups hören und nix Gutes im Schilde führten.

Diese bösen Geister waren beim Bauen des Apparats DNS 950 nicht besonders hilfreich und verwirrten den armen Joël mehr als dass sie ihm halfen. Und so geschah es, dass das Plexiglasgerät mit der Energiespirale zwar nach den Spezifikationen funktioniert, aber die künstliche DNA aus Licht keine fuffzich Pfennich wert ist, ehrlich nicht. Denn was Furznies und Erbsensenf darin einprägten, während Joël immer mal wieder einen Schluck aus seiner Magenbitterflasche nehmen musste (wer will es ihm verübeln?), waren Codes von minderer Qualität, die in der viereinhalbsten Dimension allenfalls bei äußerst zweifelhaften Parties zur Anwendung kommen, und selbst dann gilt dort sowas als pubertär.

Das Ergebnis dieser traurigen Begegnug ist ein Diamantwasser, das lange nicht so potent ist, wie es sich für ein vernünftiges Diamantwasser gehört. Es schmeckt auch nicht besonders gut, und von Versuchspersonen, die sich einen Einlauf damit gemacht haben, hat man nie wieder was gehört. Zu deutsch: Das Zeug ist mit Vorsicht und am besten eigentlich überhaupt nicht zu geniessen.

Woher ich das alles weiss? Nun, während sich Joël von Senfpups und Furzerbse an der Nase herumführen liess, sass ich mit Sri Aurobindo, Mére und ein paar flotten Mädchen in meinem kosmischen Whirlpool und wir zogen einen Joint nach dem anderen durch. Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich, wie das wahre Diamantwasser herzustellen ist, ein Geheimnis, das ich verständlicherweise hier nicht einfach so ausplaudern will, denn offensichtlich lässt sich damit richtig gut Geld machen. Ich weiss, das ist blöd von mir, aber hey – so ist nunmal die Welt, in der wir leben.

Daher hier mein Angebot: Das echte Diamantwasser gibt’s ab sofort bei mir in handlichen kleinen 0,5L-Flaschen, zum Preis von €59.99 pro Flasche. Versand nur per Vorkasse.

Stets um das Seelenheil der Welt besorgt,
Stephan

PS: Auf Verhandlungsbasis und gegen Aufpreis gibt’s auch gerne Single Malt Whisky statt Diamantwasser.

Writing on the (b)log…

Nachdem also Bettina letzte Woche einen – wirklich nicht allzu traurigen – Text zu „WG1“ geschrieben hatte (das seitdem „Once You“ heisst), befanden Reinhard und ich, dass das Stück viel zu kurz ist um irgendwo die Top Ten zu stürmen und uns somit quasi den direkten Zugriff auf Ruhm, Ehre, Groupies und einen Haufen Geld zu ermöglichen.

Und so verbrachten die Herren Mayr und Kleinert einen weiteren Abend damit, an „Once You“ rumzufummeln und dem Ding in letzter Konsequenz eine Bridge zu bescheren. Wobei das Hauptproblem für den armen Reinhard war, mir ebenso armem Geschöpf Akkorde beizubringen, an die ich vorher noch nie gedacht hatte. Allein das dauerte wohl eine Stunde und etliche Gläser Wein (Zitat Reinhard: „Lässt Du wohl die Finger von dem blöden B runter?!“). Mit genug Wein intus ging’s aber dann tatsächlich… vermutlich lag’s auch am Wein, dass Reinhard dazu fähig war, mich zu überzeugen, unsere wunderschöne neue Bridge mit einem VL70-Tubasolo zu veredeln. Nun ja, er liess sich nicht davon abbringen. Auch nicht davon, mich beim Spielen desselben zu fotografieren und ein immens kompromittierendes Foto von mir in sein Blog zu stellen. Wie dem auch sei, das Lied befindet sich jetzt bei Laura in Berlin, auf dass sie darauf singe.

Ich muss schon sagen, das Album macht gerade in den letzten Worten erstaunliche Fortschritte. Nachdem ich eine ganze Weile lang nicht sicher war, ob ich’s jemals wieder hinkriegen würde, irgendwas Musikalisches von mir zu geben, läuft es gerade wie geschmiert. Sehr gut. Nicht aufhören!

Bei einem samstäglichen Spaziergang durch den Wald kam mir dann sogar auch eine Idee für das CD-Cover. Oder, besser gesagt, ich entdeckte etwas, von dem ich denke, dass sich ein ganz gutes Cover daraus machen lassen würde.

Diejenigen der geneigten Leser dieses Blogs, die sich an das erste Botany Bay-Album erinnern können (Tales Of The Bitter Seed,1996), werden sich auch entsinnen, dass die Illustrationen im CD-Booklet aus Felsmalereien und anderen „primitiven“ Zeichnungen bestanden… die Idee war damals, die einzelnen Songs mit Symbolen zu illustrieren, die durch ihre „Urzuständlichkeit“ auf eine unmittelbare Art und Weise die Gefühle ausdrücken, die den Liedern zugrunde lagen…

Nun will ich für das neue Album natürlich nicht das Gleiche nochmal machen. Zumal das Album ein vollkommen anderes Thema haben wird. Am liebsten wäre mir etwas, das überhaupt kein Mensch geschaffen hat, sondern das aus sich selbst heraus entstanden ist. Naja, und am Samstag stolperte ich beinahe über diesen Baumstamm (drauf klicken, um ein grösseres Bild zu sehen):

Was hier zu sehen ist, sind natürlich nicht Felsmalereien irgendwelcher Höhlenmenschen, sondern vielmehr die Gänge irgendwelcher schlimmen Holzschädlinge, die sich einst unter der Rinde dieses Baumes vergnügten. Trotzdem sieht dieses schlimme Schädlingswerk m.E. ziemlich inspiriert aus. Insbesondere die zwei Gestalten links von der Mitte des Fotos haben es mir angetan. Ein bisschen Arbeit mit Photoshop, und es kristallisiert sich das Folgende heraus:

Ich habe bislang noch nicht die Zeit gefunden, weiter mit den beiden rumzuprobieren, aber ich finde die Sache hat Potential.

So, das war’s erstmal wieder aus der MWGMKS (Männer-WG mit kaputtem StaubsaugerTM), die jetzt eigentlich MWGMKSUKS (Männer-WG mit kaputtem Staubsauger und kaputter Spülmaschine) heissen müsste, aber das sind Details ;-)

Ah, apropos MWGMKSUKS, diesen Samstag wird’s wohl wieder eine Jamsession auf dem Dilsberg geben. Um die übliche Zeit am üblichen Ort. Würde mich freuen, dort ein paar neue Gesichter zu sehen :-)