Writing on the (b)log…

Nachdem also Bettina letzte Woche einen – wirklich nicht allzu traurigen – Text zu „WG1“ geschrieben hatte (das seitdem „Once You“ heisst), befanden Reinhard und ich, dass das Stück viel zu kurz ist um irgendwo die Top Ten zu stürmen und uns somit quasi den direkten Zugriff auf Ruhm, Ehre, Groupies und einen Haufen Geld zu ermöglichen.

Und so verbrachten die Herren Mayr und Kleinert einen weiteren Abend damit, an „Once You“ rumzufummeln und dem Ding in letzter Konsequenz eine Bridge zu bescheren. Wobei das Hauptproblem für den armen Reinhard war, mir ebenso armem Geschöpf Akkorde beizubringen, an die ich vorher noch nie gedacht hatte. Allein das dauerte wohl eine Stunde und etliche Gläser Wein (Zitat Reinhard: „Lässt Du wohl die Finger von dem blöden B runter?!“). Mit genug Wein intus ging’s aber dann tatsächlich… vermutlich lag’s auch am Wein, dass Reinhard dazu fähig war, mich zu überzeugen, unsere wunderschöne neue Bridge mit einem VL70-Tubasolo zu veredeln. Nun ja, er liess sich nicht davon abbringen. Auch nicht davon, mich beim Spielen desselben zu fotografieren und ein immens kompromittierendes Foto von mir in sein Blog zu stellen. Wie dem auch sei, das Lied befindet sich jetzt bei Laura in Berlin, auf dass sie darauf singe.

Ich muss schon sagen, das Album macht gerade in den letzten Worten erstaunliche Fortschritte. Nachdem ich eine ganze Weile lang nicht sicher war, ob ich’s jemals wieder hinkriegen würde, irgendwas Musikalisches von mir zu geben, läuft es gerade wie geschmiert. Sehr gut. Nicht aufhören!

Bei einem samstäglichen Spaziergang durch den Wald kam mir dann sogar auch eine Idee für das CD-Cover. Oder, besser gesagt, ich entdeckte etwas, von dem ich denke, dass sich ein ganz gutes Cover daraus machen lassen würde.

Diejenigen der geneigten Leser dieses Blogs, die sich an das erste Botany Bay-Album erinnern können (Tales Of The Bitter Seed,1996), werden sich auch entsinnen, dass die Illustrationen im CD-Booklet aus Felsmalereien und anderen „primitiven“ Zeichnungen bestanden… die Idee war damals, die einzelnen Songs mit Symbolen zu illustrieren, die durch ihre „Urzuständlichkeit“ auf eine unmittelbare Art und Weise die Gefühle ausdrücken, die den Liedern zugrunde lagen…

Nun will ich für das neue Album natürlich nicht das Gleiche nochmal machen. Zumal das Album ein vollkommen anderes Thema haben wird. Am liebsten wäre mir etwas, das überhaupt kein Mensch geschaffen hat, sondern das aus sich selbst heraus entstanden ist. Naja, und am Samstag stolperte ich beinahe über diesen Baumstamm (drauf klicken, um ein grösseres Bild zu sehen):

Was hier zu sehen ist, sind natürlich nicht Felsmalereien irgendwelcher Höhlenmenschen, sondern vielmehr die Gänge irgendwelcher schlimmen Holzschädlinge, die sich einst unter der Rinde dieses Baumes vergnügten. Trotzdem sieht dieses schlimme Schädlingswerk m.E. ziemlich inspiriert aus. Insbesondere die zwei Gestalten links von der Mitte des Fotos haben es mir angetan. Ein bisschen Arbeit mit Photoshop, und es kristallisiert sich das Folgende heraus:

Ich habe bislang noch nicht die Zeit gefunden, weiter mit den beiden rumzuprobieren, aber ich finde die Sache hat Potential.

So, das war’s erstmal wieder aus der MWGMKS (Männer-WG mit kaputtem StaubsaugerTM), die jetzt eigentlich MWGMKSUKS (Männer-WG mit kaputtem Staubsauger und kaputter Spülmaschine) heissen müsste, aber das sind Details ;-)

Ah, apropos MWGMKSUKS, diesen Samstag wird’s wohl wieder eine Jamsession auf dem Dilsberg geben. Um die übliche Zeit am üblichen Ort. Würde mich freuen, dort ein paar neue Gesichter zu sehen :-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.