Die acht Vollidioten des Tages

Ein kleiner Screenshot meines Sitemeter-Logs von heute:

Faszinierenderweise funktioniert „wwwgoogle.de“ (Besuch #9) tatsächlich. Da müssen die kognitiven Prozesse schon derart in der fünfeinhalbsten Dimension angekommen sein, dass nur noch ein ordentlicher Diamantwassereinlauf hilft.

Auch interessant ist Besucher/in (bei solch heiklen Themen muss man ja politisch korrekt sein) #13, der/die allen Ernstes nach „diamantwasser anwendung“ gegoogelt hat. Liebe/r Besucher/in Nr. 13, Dir kann geholfen werden. Also: Erstens, Du schüttest das Zeug in einen Kochtopf und bringst es auf einem Öko-Shiva-Bachblüten-Kinesiologie-Globuli-Gasherd Deiner Wahl möglichst schnell zum sprudelnden Kochen. Zweitens: Du schüttest Dir das nunmehr kochende Diamantwasser in einem Rutsch über den Kopf. Hat geholfen? Gern geschehen. Hat nicht geholfen? Mach’s nochmal bis es hilft.

Und ich dachte schon, bei 26 neuen Besuchen seit Veröffentlichung von „Moving On“ handelt es sich um ganz viele Menschen, die neue Musik von Botany Bay hören wollen. Nee, wie ich sowas nach 18 Jahren Musik machen immer noch hoffen kann… und an Weihnachten fange ich vermutlich an, ans Christkind zu glauben.

(Time keeps) Moving On

„Your People“ wird auf GarageBand gerade eigentlich hauptsächlich zerrissen. Was mich gar nicht so sehr wundert, denn es ist sehr langsam (schlecht!), es hat keine traditionalle Songstruktur (ganz schlecht!!), es ist sehr sparsam arrangiert (furchtbar!!!)… kurz, es ist einfach nicht die ideale Single. Ich kann mich aber eines Grinsens nicht erwehren, wenn ich mir vorstelle, was der GarageBand-Durchschnittshörer wohl zu dem jetzt folgenden Stück sagen würde (irgendwann bring‘ ich das Ding in den Contest, wenn ich mal viel Zeit habe…)

„Moving On“ ist ein neues Instrumental. Und: Das erste Stück Musik, was im neuen Kellerstudio aufgenommen wurde! Wer schon Probleme hatte, mit „Your People“ klarzukommen, der sollte sich dieses vielleicht am besten erst gar nicht anhören. Alle anderen: Gerne!

Kurzes Update

Nur mal eine kurze Statusmeldung: Die Firma Apple Computer hat heute mein kaputtes Laptop abholen lassen. Bisher konnte mir noch niemand sagen, wann ich Ersatz kriege, aber ich hoffe mal, dass es nicht die nächsten sechs Wochen dauern wird. Ich schreibe dies hier gerade von Steffis Powerbook aus, welches sich seit vier Jahren kein einziges Mal spontan abgeschaltet hat, nicht quietscht wie ein rostiges Scheunentor, und auch ansonsten noch einen ganz guten Eindruck macht. Makes you think. Or maybe it doesn’t.

Ich bin noch dazu gekommen, „Two Little Kittens Can’t Help It“ und „Moon Child“ abzumischen und zu bouncen, aber der Mensch vom Abholservice kam heute so überraschend schnell an, dass es mir nicht mehr gelungen ist, das Zeuch noch irgendwohin zu stellen. Bastian, der mir sein MacBook leihweise zur Verfügung stellen mag, habe ich leider erst angerufen als er schon zusammen mit dem ‚book in Richtung Heimat unterwegs war, d.h., ich werde (wenn es klappt) erst Sonntag abend wieder einen Ersatz haben.

Der Mix von „Your People“ ist noch nicht fertig, aber ich hoffe, das werd ich dann Sonntag abend hinkriegen, oder Montag früh, oder was auch immer. Und dann hatte ich eigentlich mit dem Gedanken gespielt, daraus die nächste GarageBand-Single zu machen. Mal sehen. Wie auch immer: Bis demnächst.

Yet one more sad song but I’ll make it loud

Heute nochmal eine letzte Wohn-/Schlafzimmersession. Eine letzte, weil wir zur nächsten hoffentlich wieder in einem vernünftig ausgerüsteten Studio sein werden. Aber trotzdem hat es was. Es bringt einen beispielsweise dazu, solch abenteuerliche Konstruktionen zu ersinnen:

Das Strumpf-o-phon, bestehend aus einem Nylonstrumpf (thanks to Anna), einer Paketbandrolle, einem Mikrophon und einem guten alten Knoten… welcher dafür sorgen wird, dass wir das Ding nie wieder auseinanderkriegen und Anna jede Menge fiese Fotos von mir ins Netz stellt.

Insgesamt vier Songs haben wir jetzt in zwei Tagen fertiggestellt: „Feel“, „Your People“, „Two Little Kittens“ und das hier schon ewig in der Gegend herumgammelnde „Moon Child“, welches ich gerade eben von 7 Minuten 14 Sekunden auf ganze 5 Minuten und 50 Sekunden gekürzt habe. Genug Stoff für eine Maxi-Version, wenn die irgendwann mal jemand haben will. Gar nicht schlecht, wenn man bedenkt, wie wenig die Sache in letzter Zeit vorangegangen ist. Diese Internet-Geschichte ist im Endeffekt doch blöd. Es kommt viel besser, die Leute persönlich und von Angesicht zu Angesicht in den Wahnsinn zu treiben.

Laura führt meine Mitbewohnerin in die Freuden der Studiotechnik (in diesem Fall: Ein Kopfhörer der beinahe genau so alt ist wie ich) ein. Und: Ja, Anna, das ist die Rache für das hier :-P

Oh nein, es schwankt, es fällt…

Wobei man sieht, dass man auf einer Botany-Bay-Aufnahmesession trotz der brachial-düsteren Musik und der pathologisch-suizidalen Texte (Lauras Titelvorschlag: „Songs too sad to sing“, wobei ich immer noch für „Dark Side Of The Moon“ bin) eine Menge Spaß haben kann.
Später am Tag kamen dann sogar noch ein paar Leute (sprich: Ole, Bettina, Rüdiger und Steffi) vorbei, um die Session angemessen ausklingen zu lassen, respektive lecker Gulasch zu futtern…

Lecker Gulasch machen

Lecker Gulasch essen

Je später der Abend, desto wilder die Gäste.

Bleibt zu sagen, es waren produktive, lustige und insgesamt einfach schöne zwei Tage, und ich bin mehr denn je überzeugt, daß das Album das beste wird, was ich bisher produziert habe. Muss es ja wohl auch, wenn es an fünf verschiedenen Orten über zwei Jahre hinweg aufgenommen wurde…

(„Your People“ haben wir übrigens heute nochmal neu, weil mit Strumpf und überhaupt, aufgenommen. Das heißt, die im vorigen Posting verlinkte Version wird hiermit obsolet. Nur hab ich die neue noch nicht fertig abgemischt und [für Ole] gebounced, und deshalb lass ich’s jetzt erstmal so…)

Uah, schon wieder 2:10h, wo ist eigentlich die Zeit hin? Ich glaub, ich mische morgen weiter.

Your People

Was ich bei meiner Litanei gestern ganz vergessen hatte war, daß Laura und ich uns vorgenommen hatten, heute fleißig zu sein. Und tatsächlich, Laura und ich waren heute fleißig und haben nicht nur eines sondern gleich zwei neue Lieder fertig gekriegt, nämlich „Your People“ und „Feel“.

Die Sängerin beim Geradeausnahmsweisemalnichtsingen

Der Produzent beim Produzieren

Jener von mir heißgeliebten Minderheit an Menschen, die auf diesen Seiten nicht nach Diamantwasser suchen, möchte ich auch zumindest teilweise die Ergebnisse unserer Arbeit heute nicht vorenthalten.

Eines der Ergebnisse ist „Your People“… eine Hymne an alle momentan coolen Leute… oder vielmehr ein Lied über jene Menschen, die sich über die momentan coolen Leute definieren. Die Idee kommt ursprünglich von Alex Henn (der den „Crow Song“ gesungen hat), aber im Endeffekt habe ich den Text geschrieben.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Die Endversion wird vermutlich noch ein wenig sauberer klingen, und ob ich es im Endeffekt ganz so Pink-Floyd-mäßig will ist mir auch noch nicht ganz klar.

Your People

Outside it’s dark and rainy
In here it’s nice and warm
So take a sip hot chocolate
And make yourself at home
Listen to their stories
Listen how they brag
Everything is cool here
Close your eyes, lean back
You can have a brand new start
Cause you have found the place
Where your people are

Now go ahead and talk to them
Tell them of your life
They really seem concerned
As they look you in the eye
Tell them of your problems
Tell them of your fears
Tell them all they need to know
As they dry your pretty tears
Now you may cry deep from your heart
Cause you are at the place
Where your people are

Now you got it all
You even got some more
You even got too much of it
So you leave and slam the door
You run out in the night
You run around in town
Looking for a real friend
But nobody’s around
And so you walk back to the start
Looking for another place
Where your people are

RSS ( Random Shutdown Syndrome )

Viel Neues gibt es nicht zu berichten. Was an der Tatsache liegt, dass mein fucking Notebook immer noch kaputt ist.

Vermutlich büße ich gerade all die Jahre überheblicher Zufriedenheit mit Apple-Computern ab… wann immer irgendein armer PC-User in meinem Bekanntenkreis Probleme mit ServicePack wasweißichwas hatte oder innerhalb von zehn Minuten zwanzig Viren auf seinem Computer einsammelte, nur weil er den Fehler gemacht hatte, das Netzwerkkabel anzuschließen… wann immer die Leute von ihren Windoof-Schrottkisten gezwungen wurden, sich selbst für die allersimpelsten Dinge durch stupide Dialoge, Support-Webseiten, How-To’s und Helpdesks zu plagen, da konnte ich mich mit einem zufriedenen Lächeln gemütlich zurücklehnen und mir denken: „Tja, selbst schuld“.

Nur, das stimmt leider nicht länger. Denn von den sechs Monaten, die ich mein MacBook jetzt habe, war es drei Monate defekt, einmal erfolglos zur Reperatur, und erst jetzt, nachdem ich Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt habe, zeigt sich Apple gnädig und möchte mir innerhalb der nächsten Wochen ein Austauschgerät zur Verfügung stellen. Wobei, so die Mail vom Apple-Offiziellen, die Beschaffung eines solchen Austauschgerätes länger gehen kann als eine mögliche Reperatur.

Derweil sitze ich hier mit einem über 1400 Euro teuren Haufen Schrott, der sich alle naselang spontan abschaltet, dessen Scharnier quietscht wie ein rostiges Scheunentor, und selbst die einfachste Aufgabe wird mit dem Teil zur Qual. Da hätte ich auch einen PC mit Windows nehmen können, dort ist es wenigstens allgemein anerkannte Tatsache und als normal anzusehen, dass das System nicht so funktioniert wie man sich das vorstellt.

Ja, ich bin mies drauf und ärgere mich. Und weil ich schon dabei bin: Juuuuhuuuu, die höchstmögliche Stufe meiner Netzberühmtheit ist erlangt! Weit über die Hälfte der Besuche auf diesem Blog hängen mit der Google-Suche nach idiotischem hirrnverbranntem Scheiß-„Diamantwasser“ zusammen, und ob vom kläglichen Rest sich auch nur ein Drittel wirklich für meine Musik interessiert möchte ich mal stark anzweifeln. Ich erkläre hiermit, dass es sich bei allen Leute, die wegen „Diamantwasser“ auf diese Seite kommen, um gehirnamputierte Ober-Trollos handelt, bei denen jede Hilfe zu spät kommt.

Und jetzt kommt der Herbst. Na super.