Thoughts on snow

Schnee ist vollkommen overrated. Ich meine, niemand der einigermaßen richtig im Kopf ist freut sich wirklich über den Scheiß, oder? Schnee ist kalt, Schnee ist nass, man rutscht drauf aus, es passieren Unfälle, man muss heizen wie nur irgendwas und unter dem Strich ist Schnee einfach nur unangenehm und kostet dabei einen Haufen Geld. So ähnlich wie Steuern oder Studiengebühren.

Nur sind Studiengebühren und Steuern nur selten der Auslöser für helles Entzücken. Ich hab bis jetzt relativ wenige Leute gesehen, die beim Empfang einer Zahlungsaufforderung ein glückseliges Grinsen aufsetzen, auf und ab springen und dabei „Hurra, Studiengebühren!“ skandieren. Warum also bei Schnee?

the day the magnolias died again
wäre eigentlich ein netter Songtitel…

Schnee ist doch nur was für genau jene Sportskanonen, von denen man nach der Schule üblicherweise froh ist, sie nie wieder sehen zu müssen. Und selbst für die muss es eigentlich nicht hier sondern nur in ausgewählten Naturschutzgebieten schneien, die sie dann mit ihren lächerlichen Brettern unter den Füssen zugrunde richten können.

Und alle anderen, die den Quatsch toll finden? Die sind fehlgeleitet und müssen gerettet werden.

Tja, das werde dann wohl ich übernehmen.

Oder auch erstmal nicht, noch wichtiger scheint es mir zu sein, die Welt von Psychotherapie zu befreien…

6 Antworten auf „Thoughts on snow“

  1. Och Stephan, Du musst echt mal aufpassen, sonst wirst Du irgendwann alt und verbittert und wetterst über die „verdammten Rotzgören“ die „den ganzen Tag in der Schule rumhocken“ und Dir dann den Sitzplatz in der Straßenbahn streitig machen.

    Mir war bisher noch nicht aufgefallen, dass Steuern oder Studiengebühren, weich, fluffig, hell oder tanzend wären.

    Und auch wenn mich dieses nasskalte Wetter nicht grad zu Begeisterungsstürmen hinreißt, muss man doch zugeben, dass es hübsch aufsieht auf den Dächern und auf den Bäumen, oder net?

    Aber keine Angst, die Klimaerwärmung wird Dich davon bald befreien.

    So, muss mal schauen, ob sich in den Studiengebühren nicht vielleicht eine kristalline Grundstruktur entdecken lässt…

  2. Was hast Du denn gegen Psychotherapeuten?
    Ich habe mich gerade beraten lassen bei der Wahl des Psychotherapeuten und bin jetzt einfach froh. Endlich kompetente Hilfe, wie um Himmels Willen ich mit meinem Vater umzugehen habe. Der Typ ist ziemlich strange (ich könnte da eine Schote nach der anderen erzählen) und ziemlich belastend.

  3. Passend dazu folgende wunderschöne Unterhaltung, welche gerade eben stattfand…

    Anna: „Es schneit“
    Annelen: „Scheisse!“
    Stephan: „Nein, Schnee. Scheisse wäre unangenehmer“
    Flo: „Aber nur ganz unwesentlich, Scheisse ist wenigstens warm“

    Ach ja, und was ich gegen Psychotherapie habe, das ist einen eigenen Eintrag wert, der demnächst folgt… ;-)

  4. Auf den Beitrag freue ich mich schon :-)
    Vor Erleichterung habe ich gestern ganz vergessen: Bei der Suche nach einem Therapeuten habe ich mich beraten lassen, damit ich mir eine Menge Ärger erspare.

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