…mir meine letzten paar Einträge in diesem Blog so durchlese, dann fällt mir durchaus auf, daß ich immer wieder mehr oder weniger versteckt durchblicken lasse, wie abgrundtief ich davon angekotzt bin, dass kaum jemand Botany Bay und Grounded kennt und andere Bands/Projekte es wesentlich besser schaffen, sich auf die eine oder andere Art und Weise ins Rampenlicht zu drängeln.
Das ist kein ausgesprochen positiver Charakterzug von mir und muss auf andere Menschen (insbesondere solche, die mich nicht kennen) ziemlich befremdlich wirken.
Das hier soll keine Entschuldigung werden. Ich hatte vor einigen Jahren einmal das außerordentliche Mißvergnügen, mich intensiv mit meinen Ängsten und Problemen und ihren Ursprüngen auseinander setzen zu dürfen (siehe dieses Posting). Gebracht hat mir das außer einem Jahr verschwendeter (und wirklich ganz extrem beschissener) Zeit ziemlich genau gar nichts… aber auf einer analytischen Ebene kann ich zumindest inzwischen sagen, “ok, Verhaltensweise x kommt daher, weil y irgendwann mal passiert ist” (ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen)… und gleichzeitig kann ich auch sagen, daß sich das ganz einfach nicht ändern wird, denn das bin ich.
Ich sehe aber durchaus ein, daß es seltsam wirken muss (bzw. manchen Zeitgenossen wie “Geheule” vorkommt, wie in einem anderen Blog mal so ausgesprochen charmant und verständnisvoll geschrieben wurde).
Ich möchte deshalb gerne mal an dieser Stelle die andere Seite von mir zu Wort kommen lassen, die es nämlich auch noch gibt: Selbst wenn wir null Hörer außer uns selbst hätten, Botany Bay würde weiter bestehen. Und die wenigen, die den Mut hatten, sich auf uns und auf Grounded einzulassen, machen mich sehr glücklich, mehr als man sich das vorstellen kann. Ich danke allen, die das hier lesen, und die unsere Musik hören…
Es hat keinen Sinn meine Frustration zu verleugnen… aber die Tatsache, daß wir das tun können was wir tun, und daß es Menschen gibt, die sich dafür begeistern, die wiegt alle Frustration bei weitem auf.