We did it

Hey,
es wird Zeit für eine schöne Bilanz des gestrigen Abends:
1. Unsicherheiten Wir gingen mit klopfendem Herzen zum Low Budget…nachdem wir die Abwägungen des skurrilen Veranstalters Christian abgewartet hatten durften in der Tat spielen. Grund: Wir hatten das Klavier im Kofferraum, auf das der Veranstalter scharf war für seine eigene Schlussnummer – gewonnen!:)
2. Die Location Das Low Budget sieht zunächst aus wie eine Eckkneipe: Es ist eng, es ist voll, es wird geraucht, aber wenn man sich durchgequetscht hat und im sich hinten anschließenden Gang sogleich nach rechts abbiegt, so steht man auf der zweckfremdeten Kegelbahn: ein langer Schlauch mit einer Kleinkunstbühne am Ende, davor ein Mischpult, ein paar Bank- und Stuhlreihen vorne, Stehtische weiter hinten. An den Wänden entlang mehrere Amps, so dass man wirklich bis hinten genug hört, egal ob jemand spielt, singt oder spricht. Ach ja, und es ist nicht ganz so eng und voll wie vorne, aber es wird auch geraucht, sehr viel geraucht…da wir über zwei Stunden da drin saßen bis wir endlich nach vorne kommen durften konnte ich fast nicht mehr atmen, ich hab’s noch mal kurz nach draußen geschafft für ein paar Atemzüge…
Aber insgesamt: gemütlich und ungewöhnlich!
2. Beiträge Die 8 Beiträge waren höchst unterschiedlich, aber alle auf sehr hohem Niveau, es hat trotz der Anspannung zu wissen, dass man selber gleich dran ist total Spaß gemacht, zuzuhören: : 2 Liedermacher auf deutsch, 1 auf englisch, 2 Vorleserinnen, 1 Comedian, wir und eine Band, die es uns sofort angetan hat, zunächst menschlich, dann musikalisch:
3. Con Chillos
Sarah, eine zauberhafte Stimme, eine burschikose natürliche Art und ganz viel Gefühl. Nicht weniger gefühlvoll die beiden Gitarristen Alex und Marius, die sie begleiteten. Sobald diese noch neue Band eine Internetpräsenz hat, werden wir sie hier verlinken.
4. botany bay Wir haben den Nachmittag mit Üben, Text Lernen und Stylen (s.o.) aber auch Ansagen proben verbracht. Neben Überlegungen zur Imageverbreitung wie: sagen wir was über die freie Musikszene? Stellen wir eine Nähe zum Publikum her, wenn wir unsere Berufe verraten? Heften wir einen Banner mit unserer Homepage ans Klavier? Kommen wir mit den 10 Minuten hin (das i-phone hat eine absolut coole Stoppuhr!) stand natürlich auch der möglichst gefühlvolle Vortrag von 3 Kompositionen aus Stephans Feder:
1. A Secret (unveröffentlicht)
2. Caroline’s in Love (unveröffentlicht) und der
3. The Crow Song in der bekannten Version von der Record Release Oktober 2007. Wobei das Stück sehr gereift ist und der Ausdruck viel intensiver geworden ist als damals…
5. Reaktionen
Ich würde Zwischenrufe generell als positiv bewerten, weil sie Anteilnahme des Publikums am Geschehen zeigen.
Also: Der Satz: „Stephan ist Softwareentwickler und ich bin Lehrerin- daher haben wir leider nur wenig Zeit und dachten, wir fangen mit der Zeitvorgabe von 10 Minuten mal an“ wirkte sofort für eine Mitleidsbekundung für Stephan: „Der Arme!“ (für mich glaub ich, nicht…? )
Bei Caroline’s in Love gab es dann einen echten Zwischenfall: Nach dem ersten Refrain brüllte jemand: „Aufhören“ Das ist scheiße!“ aber nicht nur einmal sondern gleich mehrfach, und ich dachte: „Okay…das fühlt sich jetzt doch irgendwie unangenehm an…“ aber dann stand plötzlich Sarah (Con Chillos) auf und brüllte zurück: „Nein! Das ist schön! Weitermachen!“ ich glaub ich hab nen Filmriss, aber ich musste wohl lachen und sagte (glaub ich?) „Danke Sarah!“ während der arme Stephan das zuvor von uns gekürzte Zwischenspiel mindestens viermal so lange spielen musste, bis ich dann wieder weitersingen konnte…puh. Ich hab noch ganz schön den Text verschusselt, aber am Ende war ich wieder im flow. Die beiden Typen (besoffene Fußballfans) sind dann wohl noch während dem Song
rausgeflogen, wie uns später berichtet wurde…
Nach der Show: viele begeisterte Gesichter und Stimmen. Es beruhte auf Gegenseitigkeit, besonders den Liedermacher Niko Held und wie gesagt, die Con Chillos hatten es mir angetan.
6. Aftershowparty und Ausblicke Der Abend klang dann bei Cola und Bi-fi (für die Fahrerin) und ein paar Kölsch (für den Beifahrer) aus…jeder der mitgemacht hat bekam 5 Biermarken, eine gute Sache! :)
Am 11.4., den Sa vor Ostern ist die nächste Session. Wenn alles gut geht, sind wir wieder dort…ansonsten gucken wir uns so langsam die locations an, die uns gestern Frank und seine Freundin empfohlen haben…

So war der Abend. Ich hoffe, ich konnte euch die Ereignisse einigermaßen näher bringen…

Bis bald!

Eure Laura

12 Antworten auf „We did it“

  1. Hallo Laura, hallo Stephan

    Möchten uns an dieser Stelle bei euch rechtherzlichst bedanken.

    Als erstes, für euer positives Feedback an diesem Abend und auch für die netten Beiträge in diesem Artikel.

    Desweiteren können wir diese Komplimente nur an euch wieder zurückgeben……..Ihr wart der absolute Hammer.

    Für uns….die Favoriten an diesem Abend……..macht weiter so.

    Für euch alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft.

    Con-Chillos

  2. Das hört sich ja spannend an. Stephan hat mir das ja schon erzählt und ich musste staunend feststellen, dass er nicht übertrieben hatte. Das ist ja mal was wovon ihr später schmunzelnd berichten könnt wenn ihr berühmt(er) seid… ;)

  3. @fmotis & Violine: Nächstes Mal seid ihr einfach dabei…

    @Con-Chillos: Es war wundervoll mit euch, auch das after-show-Abhängen. Wir freuen uns auf baldige Wiederholung… :):):)

    Ich muss sagen ich war wirklich überrascht von mir, als die Prolos bei Caroline loslegten. Normalerweise krieg ich ja immer, wenn sich irgendwelche Mitlebewesen wie Neandertaler auf Drogen verhalten, eine ausgeklügelte Mischung aus Frust und Mordphantasien. Nicht so in diesem Fall, da war’s mir einfach ziemlich schnuppe… ;) Ich sollte einfach immer gerade am Musik machen sein, wenn sich irgendwas anschickt, mir auf den Zeiger zu gehen…

  4. Ihr hätte auch auftreten können wenn ihr Oboe und Nasenflöte dabei gehabt hättet, für die Schlussnummer hatte ich eine Gitarre dabei…

  5. Ah, danke für die Aufklärung! Trotzdem hast du das am Anfang so ausgedrückt – ich habe mir daraufhin gemerkt, dass es immer gut ist, ein Klavier im Gepäck zu haben…wollt ihr euch nicht mal eines anschaffen und dort aufstellen?

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