Nun endlich – F.M.C. – die ausführlichere Nachlese!

Liebe Hörer, Möger, Verfolger, Liebhaber und Angucker unseren klingenden & audiovisuellen Daten, unserer silbernen Scheibchen, schwarzen bedruckten Stöffchen und auch vielleicht unserer Personen selbst!

Als wir letzten Samstag mit meinem vollbepackten kardinalroten Polo (inklusive Stephs neuem E-Piano mit tatsächlich 88 halbgewichteten Tasten!) nach Wiesbaden fuhren, sah es erst einmal so gar nicht nach einem großartigen Abend aus. Noch geschafft von der – wenn auch gut gelaufenen – Probe am Vortag und vom Rumgeschleppe schwererer Gerätschaften bemerkte ich bald, dass sich da etwas in meinem Hals nicht soooo sängerisch anfühlte – nur 50km von Bonn weg war ich auf einen Schlag so richtig erkältet! Salbeibonbons von der Tanke und Zusatzzitronenscheibchen im Serways – Restaurant nebst Tee halfen da etwas…immerhin! Beschwingt durch Moloko-remixe im scheppernden Autoradio kamen wir dann schließlich Punkt 17h an der Kreativfabrik neben einem schönen Jugendstilstürmchen in der hessischen Landeshauptstadt zum Stehen. Fabrik war noch zu. Bei Kaffee und heißer Milch mit Honig im gegenüberliegenden Cafe musterten wir die irgendwie alle nach Musiker aussehenden Gäste, die draußen in der Sonne saßen – und spekulierten, ob da nicht schon Pornophonique oder RapSolut unters Volk gemischt sitzen könnte…dem war aber nicht so, RapSolut lernten wir etwa 30 min. später kennen – 2 junge Männer Anfang 20 mit größtem Fan und Videomenschen als Anhang – tjaha, wir müssen noch lernen, uns nicht so schnell so alt zu fühlen…! Weitere Musiker gingen nun bereits in dem bunten Gebäude ein und aus – denn die Funktion der Adresse ist dieselbe wie die unserer heißgeliebten Klangstation …so erfuhren wir von 2 Rockern, dass der sound „da unten“ wohl nicht so pralle sein würde, bzw. doch, nämlich ordentlich zurückprallen würde von den Betonwänden…da wussten wir schonmal bescheid, bedankten uns artig, und dann kamen auch schon ein paar bekannte Gesichter auf uns zu: Boris, der mit Veranstalter, der schöne cc-CDs im Gepäck hatte, die er wirklich superkreativ gestaltet hatte: alte Floppy-Disketten bei ebay aufgekauft, aufgeschnitten und als CD-Hülle verwendet – sehr hübsch!
Eric, der Hausmeister und an diesem Abend auch Teekocher für mich.
Christian Hufgard, Musikpirat und Veranstalter der Party, der uns auch (einige erinnern sich bestimmt) ein paar Wochen zuvor interviewt hatte, und dann noch Freddie, der Techniker.
Dann ging alles seinen üblichen Weg: reintragen, aufbauen, backstage einrichten, mit den anderen acts quatschen, schließlich soundcheck. Aufbauen war praktisch, da alle anderen acts kaum equipment oder eben sehr platzsparendes hatten:
(an dieser Stelle hab ich 10 min lang versucht, ein Foto vom soundcheckenden Theo hochzuladen, begnügen wir uns nun mit einem LINK)

So konnte diesmal alles auf der recht geräumigen Bühne bereits abgestellt und später nur noch zurechtgerückt werden…
Natürlich hab ich mich kurz vorm Auftritt ein wenig verbaselt, meine Acessoires nicht gefunden (Frauen!), die falschen Schuhe mit nach oben genommen, bin wie wild die 3 Stockwerke auf- und abgerast…aber dann saß endlich alles. Tief durchatmen, noch ein paar sopranöse Tönchen singen, die ich für keep breathing brauche, das sängerisch nach wie vor anspruchsvollste Stück -ja, und dann ging es ab…Stephan und Wolfgang betraten die Bühne…Applaus! Erspielte minimalistische Akkorde, und zwei Minuten später betrat ich die Bühne -wieder Applaus! Das Publikum war schonmal gut drauf…den meisten Spaß hatte ich mal wieder an 2Moron Island“ und „Caroline’s in Love“, Inszenierung find ich einfach schön. Wer’s noch mag: für tu m’as dit, was wir nächsten Sa in Köln wieder spielen, hab ich mir auch schon was ausgedacht…:)…
Wir hatten auch ein bißchen was choreographiert und am Vormittag noch eingeübt – was den Sinn von „Take Cover“ etwas deutlicher machte – inklusive genervten Wegschauens:
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Meine Stimme versagte ein bisschen bei keep breathing, aber das schöne bei Popmusik ist ja, dass gerade kratzig und versagen manchmal passt und geiler klingt als völlig sauberes timbre…nur der Wohlfühlfaktor ist eben nicht so hoch beim erkältet sein. Aber ich hab mich durchgekämpft würde ich sagen. Mit Schwung. Stephan bearbeitete wie besessen seine neuen Tasten und legte eine gesanglich gelungene Take Cover-Version hin!
Die Performance-Idee zu dem Song war schon ganz lustig…aber wir haben auch gemerkt, wo noch unsere darstellerischen Schwächen liegen und da haben wir auch schon ausführlich drüber konferiert…! Ohne Nachlese kein Weiterkommen…
Fazit: Technisch ist man letztlich dem Menschen am Mischpult und den örtlichen Gegebenheiten ausgeliefert. Da bleibt man am besten ganz locker und regt sich nicht drüber auf.
Wir haben in diesem Zusammenhang übrigens noch was wichtiges gelernt: obwohl das ständig gemacht wir (auch von Profis!) soll man nicht während einem song mit Gesten zeigen, dass man sich nicht, zu wenig oder zu laut auf dem Monitor hört! Das gilt als no-go!
Aber, hey: Es war ein netter Abend, herzliche Gastgeber, die anderen Bands sehr cool, besonders Pornophonique waren echt der Hammer! Hier Felix am Gameboy – beeindruckende Performance! (Foto von Paddy)
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Und es ist wieder an der Zeit, die Dankwortereihe fortzusetzen:
Danke…
…an meinen Papa fürs Filmen!
…an Eric für Tee, Rat und Tat!
…an Sven von darkerradio für’s Ausleihen seines Laptops und den live-stream-Versuch! ;) – wie eine geschätzte Blogleserin schon anmerkte: „Botany Bay und live stream passen einfach nicht zusammen…“
…an Christian für die ganze Orga und dafür, dass er sich noch ein T-shirt von mir hat aufschwätzen lassen ;)
…an Theo fürs Fotofieren und coole elektronische Klänge!
…an Paddy für coole Fotos (siehe auch letzter Blogeintrag!)
…an Katja für auch sehr coole Fotos!
…an liebe Alex, meine Schulfreundin, die ich seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen habe – du hast mir an dem Abend echt gutgetan!
…an Borries fürs Sachen tragen!
…an alle die da waren!
…an alle, die eine CD gekauft haben (und das waren so viele wie noch nie!)
…und last but not least an Alex und Marius von Fronthaus, die sich extra auf den weiten Weg gemacht haben, um uns live zu sehen, obwohl wir bereits nächsten Sa mit Ihnen zusammen in Köln spielen! Ihr seid GROSSARTIG!!

Im letzten link haben wir eine Libelle versteckt :) Sie wird in nächster Zeit unser Logo bleiben…aber dazu demnächst mehr!
So, das war’s erstmal!

Alles Liebe von Eurer

Laura

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