Vom Armenhaus Internet und den SPON-Stammtischbrüdern

Alle paar Monate geschieht es, daß sich eine der traditionellen Nachrichtenquellen in diesem unserem Lande mit dem Thema “Musik im Internet” auseinanderzusetzen versucht. Dabei geht es allerdings zumeist nicht um die freie Musikszene oder CC-Lizenzen (zu klein/zu unbedeutend) oder grandiose Geheimtipps, auf die man beim Surfen zufällig gestoßen ist (ok, um die geht’s zwar sehr oft, aber jene vermeintlichen “Geheimtipps” werden meistens von Promotionagenturen gut bezahlt, und deshalb gelten sie hier nicht), sondern eher um Allerweltsgedresche über die Musikindustrie und ihre Probleme, sich in der neuen Umgebung Internet zurecht zu finden, über “Raubkopierer”, über die Stasi GEMA vs. Youtube und anderen Blödsinn mehr.

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Insofern kann man es schon beinahe als außergewöhnlich und erstaunlich bezeichnen, dass der SPIEGEL ONLINE sich gestern vermittels eines Artikels mit der Überschrift “Das Internet, ein Armenhaus für Musiker” anschickte, den Mann von der Straße über den Umstand aufzuklären, daß aus dem Internet nicht die Goldgrube geworden war, die sich einige Musiker wohl erhofft hatten – und darüber, dass ein Song auf last.fm monatlich 12399 mal runtergeladen werden muss, damit der betreffende Künstler mit den Einnahmen den US-Mindestlohn erzielt. Weiterlesen