Unglaublich, Spex schreibt über uns…

Der Künstler als politischer Mensch, der Gedanken und den Diskurs über gesellschaftliche Veränderungen nicht nur zulässt, sondern sogar fordert, und der sich dabei mit seinem Publikum verbündet oder es wenigstens herausfordert: Er ist schwer zu finden in diesen Tagen. Stattdessen lassen sich Tausende von Urhebern, denen kein halbwegs klar denkender Mensch ihre Rechte oder Einkommensmöglichkeiten absprechen will, gegen ihr Publikum aufhetzen, lassen sich von der Verwertungsindustrie Gefahren einreden, die keine sind, und vor den Karren einer Anwaltsmaschinerie spannen, die konstant die Unmöglichkeit der Rechtsdurchsetzung im Internet behauptet und dabei mit Hilfe technischer und juristischer Möglichkeiten jedes Jahr hunderttausende von Abmahnungen an Privatpersonen verschickt.
http://www.spex.de/2012/08/09/medienwelten-von-johnny-haeusler-das-ist-doch-verboten/

Hm ja… ok… ich geb’s zu… nicht über Botany Bay direkt. Und es ist auch nicht direkt die Spex, sondern vielmehr Johnny Haeusler, aber trotzdem. Sie sind nahe dran. Wir sind da durchaus frohen Mutes, dass nach weiteren 10 Jahren freier Musik und einem weiteren Album wie „Grounded“ vielleicht irgendwann sogar eine namentliche Erwähnung drin ist ;-)

Deshalb, liebe Spex, Spiegel Online und wie ihr alle heisst, hier ein heißer Tip…: Man findet diese Künstler durchaus – und wir sind mehr, als ihr denkt. Einfach mal nicht in den Pressetexten der PR-Agenturen suchen, sondern im Internet. #ccmusic ist echt ein gutes Suchwort!

Liebe Grüße von der anderen Seite!

9 Antworten auf „Unglaublich, Spex schreibt über uns…“

  1. Hallo,

    In SPEX besprechen wir durchaus auch Musik, die 1. nicht über PR-Agenturen oder Label an uns herangetragen und 2. auch unter CC läuft. Nur die Kriterien bleiben auch für diese Musik eben die gleichen: Sie muss gut und interessant sein.

    Thomas
    SPEX

  2. Na, das zu hören freut uns doch sehr.

    Also das mit CC.

    Zu „gut und interessant“ fällt mir nur das hier ein:

    Tja, dann sind wir mal äußerst gespannt, was die Zukunft bringt… und hoffen, dass sich eure Herangehensweise auch ganz allgemein in der Musikpresse durchsetzt.

    Liebe Grüße,
    Stephan

  3. Spex, das ist echt harter Tobak, ausgerechnet bei dieser Band mit dem gut und interessant Argument zu kommen…

  4. @TiMo: Danke, aber… ach, naja, also, eigentlich isses mir gerade echt Latte. Die kennen vermutlich nicht mal 3 Sekunden von Grounded. Also scheiß drauf.

    Wenn so ein wirklich gut geschriebener und deshalb oft gelesener Artikel urplötzlich ein Trackback von so ner komischen Band bekommt, von der bei Spex noch nie jemand was gehört hat, und die auch noch behauptet, das Zeitgeist-Magazin hätte das Ohr nicht am Puls der Zeit, dann muss eben jemand auf angemessene Weise reagieren. Die haben so aus dem Wald zurückgerufen wie ich reingebrüllt habe, sei’s drum. Irgendwo verstehe ich’s sogar.

    Hauptsache ich kann mich künstlerisch so ausdrücken, wie ich es möchte. Ich bin gerade an einem Punkt in meinem Leben angekommen, wo mir diese Möglichkeit das Allerwichtigste ist… und wo mir sehr schmerzhaft bewusst wird, welche unglaublichen Mengen an Zeit man im Leben sinnlos damit verschwenden kann, gefrustet zu sein, dass man nicht bemerkt wird, einfach nur weil andere Leute sich besser verkaufen oder lauter schreien können.

    Was soll’s. In 100 Jahren merkt’s posthum vielleicht mal jemand, oder auch nicht. Das ist mir dann eh egal. Und jetzt gerade ebenso. Das Leben ist echt viel zu beschissen kurz für sowas.

  5. Wie, was, SPEX? Wer hat Jehova gesagt?! ;-))

    Nee, ganz im Ernst, ich versteh‘ ihn tatsächlich. Es gibt bei uns bandintern auch immer wieder die leidige Diskussion darüber, wie viel weiter wir wären, wenn ich nicht immer meine Meinung sagen würde. Aber in 3 Jahren feiert dieses Projekt seinen 20. Geburtstag, und ich war die ganze Zeit dabei, ich habe es alles miterlebt. Ich weiss sehr genau, wie gut und interessant wir sind. Und die, die sich darauf einlassen, einfach mal auf den verdammten „Play“-Button zu drücken, die wissen es auch. Und das sind die, für die wir Musik machen ;-)

    In diesem Sinne: Vielen Dank fürs Hören, und bis bald :)

  6. Würdet ihr Eure Meinung nicht sagen, wärt ihr lang nicht so interessant.

    Konsequenterweise habe ich Euch auch erst durch „Old men with ballpoint pens“ kennengelernt, also die absolute Verschmelzung von Musik und Meinung.

    Solche Songs zu bringen und dann außerhalb der Musik die Schnauze zu halten, würde für mich höchstwahrscheinlich unglaubwürdig wirken. Entweder man ist meinungsmäßig engagiert, oder man ist es nicht. Das ist meinen Erfahrungen nach ein sehr polarisierender Wesenszug mit wenig Graustufen.

    In diesem Sinne: Danke für Eure Musik und die Meinung :)

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